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Pädagogische Themen

Grundlage für unsere pädagogische Arbeit ist die Konzeption unserer ev. Kindertagesstätte , der Niedersächsische Orientierungsplan für Erziehung und Bildung, das Kindertagesstätten Gesetz, Projektarbeit und der Situationsansatz.
Aktivitäten in der Gesamtgruppe fördern das Gruppenbewusstsein der Kinder, schaffen Gemeinschaftserlebnisse und verbindende Erinnerungen.
Das Freispiel bietet den Kindern die Möglichkeit, sich unter den gegebenen Bedingungen zu strukturieren, Entscheidungen zu treffen, zu kommunizieren, zu reagieren und Erlebnisse zu verarbeiten.
Der Wald bietet eine unerschöpfliche Fülle von Anregungen und Materialien, die den Kindern zum Spielen, Experimentieren, Basteln oder Bauen dienen.
Aber auch Papier, Farbe, Klebstoff, Werkzeug, Scheren u.a. werden im Waldgruppenalltag verwendet.

1. Der jahreszeitliche Rhythmus

ist ein strukturierendes Element der Arbeit in der Waldgruppe.
Die Kinder erleben die vier Jahreszeiten unmittelbar in ihren unterschiedlichen Qualitäten.
Sie erleben die Freude über den ersten Sonnenstrahl nach dichtem Nebel, die dunklen Wolken am Himmel und den beginnenden Regenguss, die raschelnden Blätter im Herbst oder die zugefrorenen Pfützen im Winter.
Warum ist der Frühling bunt, duftend, laut, voller Bewegung;
der Winter dagegen still, starr, arm an Farben und Gerüchen?
Kleinste Veränderungen werden von den Kindern bemerkt und hinterfragt.

2. Die Natur bietet eine Vielfalt von Bewegungsanlässen und -möglichkeiten.

Es gibt kaum etwas Schöneres für Kinder, als sich draußen ohne Zeitdruck bewegen zu können, die eigenen Kräfte ausprobieren können, hüpfen, springen, klettern und balancieren, kriechen - kurz alles tun, was ein gesundes Wachstum fördert.
Sie lernen dadurch ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen kennen.

 

 
 

3. Die fünf Sinne der Kinder

Die Natur bietet Sinnesreize in vielfältiger Weise;
z.B. hat jeder Stock eine andere Oberfläche, modriges Holz riecht anders als frisch geschlagenes, die Schritte im Laub sind hörbar.
Kinder müssen zuerst sehen, fühlen und erleben und eine Beziehung zum Gegenstand ihres Interesses aufbauen, bevor sie Erklärungen aufnehmen können.
Es ist wichtig, Kinder zum genauen Beobachten und Fragen anzuregen, denn diese neugierige, fragende Grundhaltung nehmen sie mit in die Schule.

 

 

4. Förderung im psychomotorischen Bereich

Die Entwicklung des Körpers und des Geistes steht in engem Zusammenhang.
Im Wald wird die Bewegungsfreiheit der Kinder kaum eingeschränkt.
Sie trauen sich mehr zu, weil sie in ihrer Kindheit auf Bäume klettern können und lernen, hinzufallen ohne sich zu verletzen, gewinnen Sicherheit und Selbstbewusstsein, das die Grundeinstellung zum Leben beeinflusst.

 

 

 

 

5. Verweilen können

Ein Kennzeichen unserer Zeit ist es "keine Zeit" zu haben.
Doch bei uns im Wald gibt es viele Anlässe, sich Zeit zu nehmen:
Baumwurzelhöhlen, die zum täglichen Spielen und Entdecken anregen;
Ameisenhaufen, die beobachtet werden;
Zapfen- und Stöckchen sammeln am Wegrand‚ um fantasievolle Spiele umzusetzen.

 

 

 

 

6. Fantasiekräfte

Das Spiel in der Natur, ohne vorgefertigte Materialien, bietet den Kindern die Möglichkeit, die eigene Fantasie einzusetzen und zu entwickeln. So wird aus einem Ast ein Bohrer, mit dem die Waldhöhle ausgebessert wird; ein entwurzelter Baum dient als Bagger; Zapfen, Blätter, Rindenstücke und Stöcke werden zu Lebensmitteln oder Tieren.

 

 

 

 

7. Ganzheitliche Erziehung

Dazu gehören selbstverständlich die rhythmisch- musikalische Erziehung und die Vermittlung von Schätzen der Kultur.
Die künstlerisch- ästhetische Förderung greift vorwiegend auf Materialien aus der Natur zurück. Lieder, Fingerspiele, Reime, und vieles andere finden im Tagesablauf genauso ihren Platz wie das Erzählen und Nachspielen von Geschichten.

 

 

 

 

8. Stille

Sie ist in der heutigen Zeit ungewohnt, aber von unschätzbarem Wert. Das genaue Hinhören, die Möglichkeit differenzierteste Laute wahrzunehmen, fördert die innere Ruhe, das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit.

 

 

 

 

9. Feuer, Erde, Wasser, Luft

Das Erleben dieser Elemente, der Umgang mit ihnen und den Naturerscheinungen wie Regen, Hagel, Schnee und Nebel bereichern die Kinder in ihrer Persönlichkeit.
Das wärmende Feuer im Winter, der kühle Bach im Sommer, die eiskalte Luft an einem klaren Wintermorgen- das alles sind Erlebnisse, die Liebe und damit Verantwortungsgefühl im Kind wachsen lassen.

 

 

 

 

10. Soziales Lernen

Jedes Mitglied der Gruppe ist im besonderen Maße als Helfer und Wissensvermittler gefordert. Auf der Basis des „Aufeinander- angewiesen- seins“ wird die soziale Kompetenz der Gruppe und des Einzelnen gestärkt.
Zum sozialen Lernen in der Waldgruppe gehört es:

  • eigene Interessen zu erkennen und zu vertreten
  • einander zu helfen, Rücksicht zu nehmen und Verständnis zu haben
  • Geduld zu entwickeln und anderen zuzuhören.

 

 

 

11. Gesundheit

Die Bewegung an der frischen Luft bei jeder Witterung fördert die Gesundheit der Kinder, stärkt ihr Immunsystem und härtet ab.

 

 

 

 

 

 

12. Religion

Durch die Vermittlung biblischer Inhalte und christlicher Lebens- formen erfahren die Kinder Achtung vor dem Leben bzw. vor der Schöpfung.
Sie begreifen sich als Teil des Lebens. Gefühle der Liebe, Vertrautheit und Verantwortung werden im Kind geweckt.